Hautpflege: Welchen Hauttyp haben Sie? Welche Pflegeprodukte sollten Sie wählen?

Jeder Mensch ist anders. Auch Ihre Haut ist anders als die Haut Ihrer Freundin. Obwohl sie auf den ersten Augenblick ähnlich aussieht, braucht sie eine ganz andere Pflege. Wie bestimmen Sie Ihren Hauttyp? Wie sollten Sie trockene, fettige und Mischhaut pflegen?

Die Hautpflege ist sehr wichtig – eine falsche Pflege ist nämlich der kürzeste Weg zu Reizungen, Rötungen usw. Die Gesichtshaut braucht darüber hinaus eine spezielle Unterstützung. Sie ist dünner und für die Reizungen besonders anfällig. Bevor Sie jedoch nach einem Pflegeprodukt greifen, sollten Sie Ihren Hauttyp bestimmen.

Es gibt vier Hauttypen:

  1. Normale Haut – ist gesund und mit Nährstoffen richtig versorgt, fühlt sich glatt und elastisch an. Diesen Hauttyp haben jedoch nur die Kinder vor der Pubertät.
  2. Trockene Haut – produziert zu wenig Talg, der vor dem Wasserverlust schützt, deshalb ist sie glanzlos und fühlt sich rau an. Ein solcher Hauttyp ist auch für die Reizungen anfällig.
  3. Fettige Haut – produziert zu viel Talg, deshalb glänzt sie unästhetisch. Fettige Haut ist manchmal auch gespannt, und ein häufiges Problem sind Pickel und Pusteln.
  4. Mischhaut – hat die Eigenschaften der zwei Hauttypen. Die Mischhaut ist in der Regel in der T-Zone fettig (Kinn, Nase, Stirn), und die Wangen sind trocken.

Es gibt auch die Untertypen z.B.:

  • reife Haut,
  • empfindliche Haut,
  • Haut mit Neigung zu Couperose,
  • Haut mit Neigung zu Akne.

Der Hauttyp hängt von Genen ab. Den Zustand der Haut erben wir nämlich von unseren Eltern und Großeltern. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Tochter denselben Hauttyp wie Ihre Mutter hat. Auf den Zustand der Haut hat unser ganzes Leben einen großen Einfluss – nicht ohne Bedeutung sind auch die Pflegeprodukte und kosmetische Behandlungen.

Vergessen Sie nicht! Der Hauttyp kann sich im Laufe der Zeit ändern. Nicht ohne Bedeutung sind auch schädliche Außenfaktoren. Aus diesem Grund sollten Sie ständig kontrollieren, ob Sie die Pflegeprodukte verwenden, die dem Zustand Ihrer Haut entsprechen.

Wie bestimmen Sie Ihren Hauttyp?

Es gibt ein paar Methoden, dank denen Sie Ihren Hauttyp bestimmen. Die einfachste Methode ist die Beobachtung. Beobachten Sie einfach Ihre Haut, wie sie sich in Abhängigkeit von der Tages- oder Jahreszeit und der Pflege verhält. Die Gesichtshaut ändert sich nämlich und es ist manchmal sehr schwierig, die Veränderungen vorauszusehen. Wenn Sie Probleme damit haben, helfen Ihnen untenstehende Tests.

  • Test mit dem Spiegel
    Nehmen Sie den Spiegel und legen ihn an die Gesichtshaut an. Die Haut hinterlässt nämlich Spuren, dank denen Sie Ihren Hauttyp bestimmen. Normale Haut hinterlässt fast unsichtbare Spuren, und trockene Haut – Spuren mit Hautschüppchen. Die Spuren, die fettige Haut hinterlässt, sind feucht und fettig. Und die Mischhaut hinterlässt verschiedene Spuren, in Abhängigkeit von der Gesichtsregion.
  • „Faltentest”
    Fassen Sie mit den Fingern die Haut am Augenlid an. So entsteht eine Falte. Sie müssen jetzt bewerten, wie schnell die Falte verschwindet. Bei normaler und fettiger Haut verschwindet die Falte unverzüglich, und bei trockener Haut ist sie für ein paar Sekunden sichtbar (bei der Mischhaut sogar 30 Sekunden).

Sie wissen schon, welchen Hauttyp Sie haben. Was nun?

Es ist höchste Zeit für die Pflege. Wir bestimmen nämlich unseren Hauttyp, um die besten Pflegeprodukte zu wählen. Es gibt leider keine universellen Lösungen, und jede Behandlung sollte an die Bedürfnisse der Haut angepasst werden.

  1. Pflege der normalen Haut – ist am einfachsten. Dieser Hauttyp hat den richtigen pH-Wert, deshalb sollte er mit schonenden Produkten, die das Hydrolipid-Gleichgewicht nicht beeinträchtigen, gereinigt werden. Die Kosmetikprodukte zur Pflege der normalen Haut sollten sanft wirken. Wählen Sie eine leichte, feuchtigkeitsspendende Creme (am besten mit UV-Filter) und eine Augencreme, die der Entstehung von Augenschatten und Schwellungen vorbeugt. Nur im Winter brauchen Sie eine reiche Schutzcreme. Normale Haut mag solche Inhaltsstoffe wie Urea, Vitamin A, Vitamine der B-Gruppe und Glyzerin.
  2. Pflege der fettigen Haut – erfordert mehr Wissen. Das wichtigste Element ist die Gesichtsreinigung mit einem geeigneten Gel, das überschüssigen Talg entfernt und die Haut dabei nicht reizt (anderenfalls wird die Haut noch schneller nachfetten). Verzichten Sie auch auf mechanische Peelings, denn fettige Haut begleitet häufig Akne. Wenn Sie die abgestorbene Oberhaut entfernen wollen, greifen Sie am besten nach einem enzymatischen Peeling. Die Creme für fettige Haut sollte tiefenwirksam Feuchtigkeit spenden und zugleich die Haut mattieren. Ihre Konsistenz sollte leicht und nicht fettig sein, denn anderenfalls könnte sie die Poren verstopfen. Fettige Haut mag u.a. Zink, Urea, Algen, Aloe, AHA- und BHA-Säuren, weiße und grüne Tonerde.
  3. Pflege der trockenen Haut – konzentriert sich auf die Feuchtigkeitsprodukte. Sie sollten der Haut vor allem feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe liefern. Wählen Sie eine Creme mit Panthenol, Urea, Honig und anderen Feuchthaltemitteln. Ihre Creme sollte auch eine leichte Konsistenz haben. Trockene Haut braucht darüber hinaus den Schutz vor austrocknenden und reizenden Faktoren, deshalb sollten Sie natürliche Öle verwenden. Besonders beachtenswert sind natürliche, leichte und schnell einziehende Öle, z.B. Mandelöl, Himbeersamenöl, Macadamiaöl und Marula-Öl. Ein solcher Hauttyp ist in der Regel auch empfindlich, deshalb mag sie hypoallergene Produkte.